Hewlett-Packard ist eine amerikanische Technologiefirma mit Sitz in Palo Alto in Kalifornien. Besser bekannt ist diese Gegend als Silicon Valley. Tatsächlich gehört HP zu den Mitbegründern dieses Industrieclusters als man dort 1939 das Unternehmen gründete. Die Garage in der der William Hewlett und David Packard zuerst arbeiteten, ist inzwischen genauso legendär wie die beiden Geschäftsleute selber. Viele weitere Unternehmer, oder ehemalige Angestellte, siedelten sich in diesem Umfeld mit eigenen Ideen und Firmen an. Auch der inzwischen verstorbene Steve Jobs schnorrte seine ersten elektronischen Bauteile als Jugendlicher unter anderem von HP und soll deren Niedergang zuletzt sehr bedauert haben.
Produkte wie Tonfrequenzgeneratoren (eingesetzt z.B. in Disneyfilmen), wissenschaftliche Taschenrechner oder Drucker haben das Leben von vielen Menschen verbessert, auch wenn sie sich vielleicht nicht darüber klar waren.
Um so erfreuter wäre Jobs vermutlich, wenn er nun den aktuellen Ausblick der neuen Chefin Meg Whitman vernommen hätte: Man hat wieder viel versprechende Produkte in der Pipeline und im aktuellen Geschäft wird wieder Geld verdient. Die Margen bei den Computern bleiben zwar äußerst mager, die Drucker aus dem Hause HP bringen jedoch gutes Geld, eine knappe Mrd. allein im letzten Quartal. Dieses wird dazu verwendet um in neue Produkte zu investieren, die man auch dringend nötig hat. So bringt man demnächst ein kleines und günstiges Tablet auf den Markt und auch von Smartphones ist die Rede. Damit würde man in wachsende Märkte expandieren und so die Umsatzverluste bei den PCs wettmachen.
Problematisch war in der Vergangenheit neben dem eher schwachen Produktangebot vor allem der Zukauf der Firma Autonomy. Für den britischen Softwarekonzern bezahlte man 11 Mrd. US-$, was sich später als völlig überhöhter Preis entpuppte, inzwischen hat man große Teile des Kaufpreises abgeschrieben.
Betrachtet man das letzte Quartal, ging der Umsatz um etwa 5 % auf 28,4 Mrd. $ zum Vorquartal zurück. Der Verlust je Aktie von 3,49 $ konnte jedoch in einen Gewinn von 0,63 $ verwandelt werden, da keine weiteren Abschreibungen vorgenommen wurden. Ebenso wurde wieder eine Dividende von 26 Cent gezahlt. Die Umsatzrendite lag bei etwa 4,3 %.
Für 2013 erwartet das Unternehmen einen Gewinn je Aktie von 2,30 bis 2,50 $ bzw. non-GAAP 3,40 bis 3,60 $. Rechnet man mit 2,40 $ folgt aus einem aktuellen Kurs von 20,37 ein KGV von 8,5. Geht man von weiteren Quartalsdividenden in gleicher Höhe aus, kommt man auf eine Dividendenrendite von 5 %.
thomas515 on March 06, 2013 12:35